9 Mythen über Erkältungen

Eine Erkältung, auch grippaler Infekt genannt, plagt den Erkrankten mit Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Kopfschmerzen und Heiserkeit. Auch Frösteln und erhöhte Temperatur sind häufige Symptome. Zahlreiche Mythen kursieren zu Erkältungen. Wir erklären Ihnen, was stimmt und was nicht.

  1. Kälte löst Erkältungen aus

Falsch. Die Kälte ist nicht schuld an einer Erkältung. Stattdessen verursachen Viren die lästigen Symptome. Eine Infizierung ist ebenso an warmen Tagen möglich. Trotzdem leiden viele Menschen gerade an kalten Tagen unter einer Erkältung. Das liegt daran, dass die Kälte die Abwehr schwächt. Durch die niedrigen Temperaturen ziehen sich die Gefäße an der Körperoberfläche zusammen. Folge sind ein verlangsamter Schleimtransport und eine geringere Zahl an aktiven weißen Abwehrzellen. Der Körper ist nicht optimal geschützt und damit anfälliger für Erkältungsviren. Deshalb raten wir: Ziehen Sie sich warm an, wenn Sie in die Kälte hinaus treten.

  1. Händewaschen schützt

Richtig. Durch den Kontakt mit Gegenständen wie z.B. Türklinken, Händen, Automaten oder Spielzeug gelangen Viren auf unsere Hände. Durch Berührungen im Gesicht gelangen die Erkältungserreger über die Schleimhäute in den Körper. Deshalb ist es ratsam mehrmals täglich für 20 – 30 Sekunden die Hände mit Seife zu waschen.

  1. Grippeimpfung zur Vorbeugung

Falsch. Die Grippeimpfung ist auf die Erreger der Grippe ausgerichtet. Vor Erkältungen schützt die Impfung nicht. Das liegt daran, dass die beiden Krankheitsbilder von unterschiedlichen Viren ausgelöst werden. Im Gegensatz zur Erkältung kommen die Symptome bei einer Grippe schlagartig. 

  1. Nach einer Erkältung ist man vorerst immun

Falsch. Es gibt über 200 unterschiedliche Erkältungsviren. Aus diesem Grund ist eine Ansteckung auch kurz nach einer Erkältung möglich. Besonders häufig erkranken junge Menschen an einer Erkältung. Auch Säuglinge bleiben nicht von Erkältungen verschont. Mit zunehmenden Alter lernt die Körperabwehr hinzu.

  1. Vitamin C verhindert Erkältungen

Falsch. Es ist sogar wissenschaftlich erwiesen, dass Vitamin C nicht die Häufigkeit von Erkältungen beeinflusst. Somit erzielt auch die „Heiße Zitrone“ keine Wunder. Zumal das Vitamin C die Hitze nicht übersteht. Sollten Sie jedoch gerne auf dieses Hausmittel zurückgreifen, ist das kein Fehler. Heiße Getränke können die Erkältungssymptome lindern.

  1. Ein heißer Grog oder ein warmes Bier bringt Linderung

Naja. Auf Alkohol sollten Sie bei einer Erkältung auf jeden Fall verzichten. Er schwächt das Immunsystem und entzieht dem Körper zudem Wasser. Der heiße Grog erzeugt zwar ein inneres Wärmegefühl, durch die stärkere Durchblutung der Körperoberfläche verliert der Körper aber mehr Wärme. Ein warmes Bier ist hingegen nicht verkehrt, solange es keinen Alkohol enthält. Die ätherischen Öle und Bitterstoffe haben eine antibakterielle und eine beruhigende Wirkung. Damit die Wirkstoffe enthalten bleiben, darf das Bier nicht die 40 Grad übersteigen.

  1. Antibiotika bekämpfen Erkältungsviren

Falsch. Antibiotika wirken gegen Bakterien und nicht gegen Erkältungsviren. Bei einer normalen Erkältung sind Antibiotika nutzlos. Die Anwendung ist jedoch berechtigt, wenn eine sogenannte Superinfektion eintritt. Dabei greifen zusätzlich Bakterien den Körper an. 

  1. Erreger ausschwitzen

Falsch. Ob Sauna oder Sport, beide Aktivitäten belasten während einer Erkältung das Herz-Kreislauf-System. Ein Saunabesuch kann zudem die Erkältung verschlimmern. Durch die heiße Luft können sich die Keime schneller vermehren.

  1. Wer einen starken Schnupfen hat, hat ein schwächeres Immunsystem

Falsch. Das ist ein Zeichen für ein starkes Immunsystem. Der Körper bekämpft die Viren und reagiert entsprechend mit starkem Husten und Schnupfen. Um Ihren Körper zu unterstützen, sollten Sie die Taschentücher nur einmal verwenden. Das gilt sowohl für Papier- als auch für Stofftaschentücher. Papiertücher entsorgen Sie am besten direkt. Stofftaschentücher gehören in die Kochwäsche.

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